Zubehör








Zum Fotografieren benötigen Sie Kamera und Objektiv, sonst erstmal nichts. - Falsch!

Daneben hat sich ein gigantischer Zubehörmarkt entwickelt - mit unendlich vielen Möglichkeiten, Geld zu versenken. Genau wie bei Objektiven oder Kameras wird dem ambitionierten Fotografen gerne suggeriert, was er unbedingt haben muss. Dabei werden viele "hochgejubelte" Zubehörteile in der Praxis oft gar nicht benötigt oder können je nach Einsatzzweck durch wesentlich günstigere Alternativen ersetzt werden.

Natürlich kann ich hier nur von meinem persönlichen Bedarf bzw. meinen Erfahrungen berichten. Diesbezüglich habe ich eine Einteilung des optionalen Zubehörs in

  • Must have (ständig im Einsatz)

  • Nice to have (ab und zu in Benutzung)

  • Waste (überflüssig bzw. sehr selten in Benutzung)

vorgenommen. Diese Unterteilung kann natürlich bei anderen Fotografen je nach Vorlieben oder Nutzungshäufigkeit ganz anders aussehen.

Must have








Bestimmte Zubehörteile gehören für mich in der Fotografie einfach zur Standardausrüstung, da sie das Fotografieren erleichtern oder den Komfort erheblich verbessern und somit bei mir immer im Einsatz sind.

Displayschutz

Obwohl die Displays aktueller Kameras inzwischen sehr hochwertig und widerstandsfähig sind, sollte bei einer Kamera für viele hundert Euro oder sogar jenseits der 1000,- Euro-Grenze das Display zusätzlich geschützt werden. - Vielleicht möchte man ja nach einigen Jahren die Kamera wieder verkaufen, und da ist ein verkratztes oder vergilbtes Display sicherlich nicht gerade wertsteigernd. - Einen hochwertigen Displayschutz aus praktisch unsichtbarem Panzerglas (GGS) bekommen Sie für 5,- bis 10,-.

Kamera-Akkus

Nach Murphy ist der Kamera-Akku genau dann leer, wenn man die Kamera dringend braucht. (Ist mir schon einmal auf einer Hochzeit passiert.) Daher gehören, je nach Kamera, ein bis drei Ersatz-Akkus in jede Kameratasche.

Obwohl ich normalerweise kein Freund von (überteuerten) Originalteilen bin, mache ich bei den Original-Akkus der Hersteller (Nikon, Canon) eine Ausnahme. - Diese kosten zwar richtig Geld (ca. 65,-), halten aber am längsten durch. Es gibt im Handel eine große Anzahl an Nachbauten für weniger als die Hälfte des Preises. Sie verrichten ebenfalls einwandfrei ihren Dienst, sind allerdings von der Laufzeit her deutlich schwächer als die Originale. Hier würde ich dann lieber einen Akku zusätzlich oder halt den Original-Akku empfehlen.

Speicherkarten

Die aufgenommenen Bilder müssen natürlich irgendwo abgespeichert werden. Ich rate davon ab, die billigsten Speicherkarten vom Grabbeltisch der Elektronikmärkte einzusetzen. Spätestens beim Kopieren der Bilder von der Karte auf den Computer werden Sie eine lahme Speicherkarte verfluchen.

Da der Preisverfall bei den Kärtchen in den letzten Jahren immens war, erhalten Sie für wenig Geld gute Karten. Trotz einer Bilddateigröße von über 30 MByte reicht selbst bei einem langen Shooting mit hunderten Bildern eine Kapazität von 32 GB völlig aus.

Die besten Erfahrungen habe ich mit den Karten von Sandisk gemacht: 32 GB Sandisk Ultra (ca. 14,-) und 32 GB Sandisk Extreme Pro (ca. 25,-). Diese Karten habe ich mit den unterschiedlichsten Kameras seit Jahren ohne Probleme im Einsatz.

Tipp: Kaufen Sie lieber 2 Karten mit einer Kapazität von 16 oder 32 GB statt einer mit 64 oder gar 128 GB. So sparen Sie erstens Geld und haben zweitens direkt eine Backup-Karte.

Kameragurt

Wer (wie ich) seine Kamera oft stundenlang durch die Gegend schleppt, braucht einen vernünftigen Kameragurt. Es ist mir ein Rätsel, wie es Firmen wie Nikon oder Canon schaffen, Kameras für über 1.000,- zu verkaufen und diesen einen absolut peinlichen Kameragurt beizulegen, der seine Plastikverpackung nicht wert ist.

Natürlich kann man sich, wie Opa vor 50 Jahren, die Kamera um den Hals hängen, doch heutzutage bringt es eine DSLR mit Objektiv locker auf 2-4 kg, und nicht selten hatte ich nach ausgedehnten Wanderungen oder Stadtbesichtigungen ordentlich Nackenschmerzen. Es gibt im Zubehörhandel bessere, gepolsterte Nackengurte, die das Problem ein wenig lindern, aber nicht ganz beseitigen.

Die meiner Meinung nach beste Methode, eine größere Kamera über einen längeren Zeitraum am Körper zu tragen, ist ein Schultergurt, bei dem die Kamera diagonal über den Oberkörper gehängt und beim Fotografieren ähnlich einer Pistole "aus der Hüfte" vor den Kopf gezogen wird. Namhafte Anbieter wie z.B. Sun-Sniper oder Blackrapid haben hier sehr gute Gurte im Angebot, die allerdings mit Preisen ab 80,- recht teuer sind.

Eine spannende Alternative habe ich bei meinen Internet-Recherchen entdeckt: Den "HuGu"-Kameragurt, den ein engagierter Bastler namens "Hubier" selbst herstellt und der sich in der Foto-Gemeinde großer Beliebtheit erfreut. Der Standardgurt ist bereits für ca. 35,- zu haben und besticht mit hochwertigen Materialien und praxisnahem, durchdachten Design. Eine umfassende Übersicht findet sich hier.

Augenmuschel (Okular)

Von Wangenabdrücken auf dem Display abgesehen hat mich bei den kleinen rechteckigen Standard-Suchern schon immer das seitlich einfallende Licht gestört. Wer bereits in grellem Sonnenlicht fotografiert hat, weiß, was ich meine. Des Öfteren habe ich auch Klagen von Brille tragenden Fotografen über verschmierte Brillengläser durch das Anpressen an die kleinen Sucher gehört.

Ein sich an die Augenhöhle (oder die Brille) anpassendes Okular aus weichem Material ist Gold wert. - Fast jede DSLR lässt sich für wenig Geld mit diesem absolut sinnvollen Teil nachrüsten. Das kann mit Originalteilen des Kameraherstellers geschehen oder mit Okularen aus China.

Kameratasche

Die Foto-Ausrüstung sollte sicher und geschützt transportiert werden, klar. Die meisten Fotografen besitzen dafür einen Kamerarucksack, in dem sie stets einen Großteil Ihres Equipments mit herumschleppen. Ich bin eher ein Freund unauffälliger und kleiner dimensionierten Schultertaschen, in denen nur das absolut Notwendige seinen Platz findet.

Bereits vor Jahren habe ich mich (nach etlichen Fehlkäufen) mit der rauen Retro-Optik der Firma Thinktank angefreundet und mir 2 Taschen (Retrospective 5 und 7) geleistet. Die Taschen sind mit Preisen ab ca. 150,- richtig teuer, aber qualitativ sehr hochwertig und robust - und sehen außerdem cool und gar nicht nach Fototasche aus.

Für längere oder anstrengendere (Foto-)Touren habe ich nach langem Rumexperimentieren eine interessante Lösung entdeckt: Kleine gepolsterte Inlay-Taschen (Preis ca. 10,-), die einfach in meinem Wanderrucksack verstaut werden. So finden neben der Kameraausrüstung auch noch Wasserflaschen, Jacken und Verpflegung Platz.

Nice to have








In dieser Kategorie stelle ich einige Foto-Accessoires vor, deren Anschaffung ihrem Einsatzzweck entsprechend sinnvoll ist, die aber nicht ständig, sondern nur bei Bedarf zum Einsatz kommen.

Aufsteckblitz

Vergessen Sie die Aufklappblitze der Kameras. Da deren Blitzrichtung nicht geändert werden kann, sind flach ausgeleuchtete "Blitzgesichter" vorprogrammiert. Wenn Sie mit vernünftigem Blitzlicht arbeiten möchten, kommen Sie um einen Aufsteckblitz nicht herum.

Hier haben Sie die Wahl zwischen den sündhaft teuren TTL-Blitzen der Kamerahersteller (ca. 500,-) oder einem günstigen TTL-Chinablitz für ca. 90,-, der es genauso tut. Das Thema habe ich hier etwas weiter ausgeführt.

Dreibeinstativ

Bei der Anwendung langer Verschlusszeiten oder in der Landschaftsfotografie kommen Sie um ein Stativ nicht herum. Vor der Anschaffung sollten Sie sich die Frage beantworten, wie oft und wie lange Sie das Stativ durch die Gegend schleppen wollen/müssen.

Sie haben die grundsätzliche Wahl zwischen Aluminium (günstiger, schwerer) oder Carbon (teurer, leichter). Vernünftige, stabile Alu-Stative starten bei ca. 100,-, für ein gutes Carbon-Stativ werden mindestens 200,- fällig. Hier meine persönlichen Anforderungen an ein Stativ:

  • maximale Traglast mindestens 10kg (Stativkopf + Kamera + Objektiv + Gewicht)

  • mindestens 160cm maximale Auszugshöhe

  • maximal 2kg Eigengewicht

  • umkehrbare Mittelsäule (für bodennahe Aufnahmen)

  • maximal 4 Beinglieder

Tipp: Lassen Sie die Finger von 20-Euro-Klapper-Stativen aus den Grabbeltischen der Elektromärkte. Mein allererstes (Billig-)Stativ hatte nach einiger Zeit die Angewohnheit, selbständig seine Beine einzufahren, nur mit Glück (und schnellem Zupacken) konnte ich meine Kamera vor dem Aufprall auf den Boden retten.

Für die eingangs genannten Preise (100,- Alu und 200,- Carbon) können diese Anforderungen locker bedient werden. Natürlich ist auch bei den Stativen die Preisskala nach oben hin offen, Ein 1800g schweres, 180cm hohes Carbon-Stativ mit 24kg Traglast liegt bei min. 500,-. Sie müssen entscheiden, was Sie tatsächlich benötigen.

Tipp: Je leichter das Stativ ist, desto wichtiger ist es, ihm beim Einsatz zusätzliche Stabilität zu verleihen. Achten Sie daher darauf, dass das Stativ einen Haken zur Beschwerung besitzt, an den Sie ein Gewicht hängen können. Bei Wanderungen nehme ich hier einen einfachen Stoffbeutel, in den ich Wasserflaschen oder Steine packe.

Stativkopf

Um die Kamera auf dem Stativ einzusetzen, benötigen Sie einen Stativkopf.

Es kommen grundsätzlich Kugelköpfe oder 3-Wege-Neiger in Frage. Kugelköpfe sind besser für schnelle Justierungen der Kamera (z.B. in der Peoplefotografie) geeignet als 3-Wege-Neiger.

Diese werden aufgrund ihrer Exaktheit eher in der Panorama- oder Makrofotografie eingesetzt. Brauchbare Stativköpfe (egal ob Kugel- oder 3-Wege) starten bei ca. 80,-.

Analog zu den Stativen sollten Sie auch bei den Köpfen auf die maximale Belastbarkeit achten. Wird die Belastungsgrenze überschritten, kann es passieren, dass sich die Kamera nach der Justierung selbständig weiter neigt. Von den Herstellerangaben zur Maximalbelastung können Sie locker 1-2kg abziehen, wenn Sie mit voluminösen Telezooms arbeiten, da sich hier der Schwerpunkt der Kamera-Objektiv-Konstruktion nach vorne verlagert.

Belichtungsmesser

Bei der Arbeit mit (manuellem) Blitzlicht ist der integrierte Belichtungsmesser der Kamera nutzlos, da dieser nur die Lichtsituation vor der Aufnahme analysieren kann und die Kamera somit nicht "weiß", wie die Lichtsituation bei der Auslösung ist.

In diesen Fällen ist der Einsatz eines Hand-Belichtungsmessers äußerst hilfreich. Einfach die Belichtungszeit vorgeben (bei manuellem Blitzlicht meist 1/160s), Belichtungsmesser vor den relevanten Bildausschnitt halten, Blitz auslösen, und der Belichtungsmesser meldet die korrekte Blende. - So kann die Lichtstärke exakt und ohne zahlreiche "Testfotos" justiert werden.

Leider sind Belichtungsmesser richtig teuer. Brauchbare (manuelle) Exemplare starten bei ca. 150,-, für richtig gute mit ein wenig integrierter Elektronik legen Sie 350,- und mehr auf den Tisch. Daher ist diese Investition nur für Fotografen sinnvoll, die sich intensiv mit der Lichtsetzung auseinander setzen wollen.

Fernauslöser

Hin und wieder wird es erforderlich, die Kamera "aus der Ferne" auszulösen, z.B. bei Gruppenbildern (wenn Sie selbst mit drauf möchten), oder aber bei der Verwendung eines Stativs (wenn es darauf ankommt, möglichst vibrationsfrei auszulösen).

Anfangs benutzte ich Infrarot-Fernauslöser, die zwar für unter 30,- recht günstig sind, die allerdings einen Riesennachteil haben: Kamera und Auslöser müssen sich "sehen". Sie kennen garantiert das Problem mit der Fernseher-Fernbedienung und der Vase, die auf dem Tisch steht. - Man muss immer am Hindernis "vorbeizielen".

Bei der Kamera-Auslösung kann diese Zielerei äußerst hinderlich sein, da der Infrarotsensor seitlich an der Vorderseite der Kamera positioniert ist. Hier kann es schon zur "Nichtauslösung" kommen, wenn man auf der falschen Seite des Objektivs steht.

Wesentlich flexibler ist es, die Kamera mittels Funkauslöser zu steuern. Die Dinger funktionieren über große Entfernungen - auch durch Wände. Ein Pärchen Funkauslöser ist für weniger als 30,- zu haben, zusätzlich haben Sie damit die Möglichkeit, Blitze entfesselt auszulösen.

Schaufensterpuppe

Früher wurden unsere Models als "Mannequins" bezeichnet, und dieses Wort bedeutet nichts anderes als "Holzpuppe" bzw. seit Mitte des 19. Jahrhunderts "Schaufensterpuppe".

Welcher Fotograf wünscht sich nicht ein Model, das

  • immer Zeit hat

  • geduldig ausharren kann

  • kein Honorar verlangt

Sollte man sich ab ca. 50,- (+ Perücke für ca. 20,-) ein solches anschaffen? Ich habe unendlich lange überlegt, ob so eine Puppe für mich sinnvoll ist, Als sie dann allerdings bei mir eintraf, ich ihr ein Kleid meiner Frau anzog und die ersten Testfotos schoss, wusste ich: richtige Entscheidung!

Ich kann heute nur darüber staunen, wie sehr mir Hilde (sie musste ja einen Namen bekommen) dabei geholfen hat, immer tiefer in die Fotografie einzusteigen. Egal, ob bei Experimenten mit Blitzlicht, dem Vorbereiten der Licht-Setups eines Shootings oder bei der Anprobe von Outfits: Hilde ist mir immer eine große Hilfe, daher bewerte ich dieses Accessoire als extrem hilfreich.

Tipp: Achten Sie beim Kauf Ihres Lieblingsmodels auf realistische (Glas-)Augen, damit Sie später auch die Lichtreflexe naturgetreu einfangen können. - Bei den ganz billigen Modellen sind die Augen nur aufgemalt.

Waste








Hier kommen nun die Accessoires, die ich persönlich als überflüssig betrachte. Das bedeutet natürlich nicht, dass diese Zubehörteile für jeden Fotografen unbrauchbar sind, allerdings sind ihre Einsatzgebiete ziemlich speziell bzw. extrem selten.

Objektivfilter

In der Hitparade der überflüssigen Utensilien der Digitalfotografie rangieren bei mir UV- und Skylightfilter ganz weit oben. Jedes zweite Objektiv, das ich bei Ebay ersteigere, hat als "Zubehörpaket" einen UV- oder Skylightfilter mit dabei.

Zu Analogzeiten hatten diese Filter durchaus ihre Daseinsberechtigung, da einfallendes Licht mit hohem UV-Anteil einen Blaustich auf dem Foto(-film) erzeugen konnte. Die Bildsensoren einer digitalen Kamera filtern diesen UV-Anteil automatisch aus.

In der Digitalfotografie wird das durch das Objektiv einfallende Licht zum Teil vom Bildsensor wieder ins Objektiv reflektiert. Die Linsen innerhalb des Objektivs sind meistens vergütet, um diese Reflexionen zu neutralisieren. Sitzt nun aber ein UV- oder Skylightfilter vor dem Objektiv, kann es (vor allem bei Langzeitbelichtungen oder schlechten Lichtverhältnissen) vorkommen, dass das zurück geworfene Licht vom Filter wieder in das Objektiv hinein reflektiert wird - ähnlich einer Rückkopplung. Als Ergebnis tauchen dann die berüchtigten "Lens Flares" im Bild auf. Technisch gesehen ist der Einsatz dieser Filter somit als problematisch zu bewerten.

(Nicht nur) Anfängern wird durch Handel und Presse gerne suggeriert, UV-Filter dienen dem "Schutz der Objektiv-Frontlinse". - Meiner Meinung nach völliger Blödsinn:

  • Die Objektiv-Frontlinse ist eine Schutzlinse - und somit extrem robust. Es ist mir bis heute nicht gelungen, trotz intensiver Beanspruchung meinen Objektiv-Frontlinsen auch nur einen einzigen Kratzer zuzufügen.

  • Wenn Sie die Frontlinse "schützen" möchten, benutzen Sie die Streulichtblende des Objektivs und setzen bei Nichtgebrauch den Objektivdeckel aufs Objektiv.

Sollte sich dennoch mal ein Kratzer auf die Frontlinse verirren, werden Sie das aufgrund des optischen Strahlengangs auf dem späteren Foto überhaupt nicht sehen. Unglaublich? - Ich habe testweise einen kleinen Fetzen Papiertaschentuch auf das Objektiv gepappt (erstes Bild) und danach ein Foto geschossen (zweites Bild) - Und?

Die einzigen Filter, die ich (allerdings extrem selten) einsetze, sind Polarisationsfilter (zur Vermeidung von Oberflächenreflexionen) oder ND- bzw. Graufilter (zur Reduktion des einfallenden Lichts).

Tipp: Machen Sie nicht den Fehler, sich für jedes Objektiv einen Filtersatz zuzulegen. Kaufen Sie lieber Filter mit großem Durchmesser und verwenden Reduktionsringe für ein paar Euro, um den Durchmesser auf Ihre Objektive anzupassen.

Batteriegriff

Die für viele DSLR-Kameramodelle optional erhältlichen Batteriegriffe bieten ziemlich genau zwei Vorteile:

  • Sie liefern richtig viel Akkukapazität. (Batteriegriffe können einen oder zwei zusätzliche Akkus aufnehmen)

  • Das Fotografieren im Hochformat ist damit komfortabler.

Sie haben die Wahl zwischen den maßlos überteuerten Originalteilen der Kamerahersteller (der MB-D15 für die D750 kostet etwa 280,-) und China-Nachbauten (z.B. von Meike oder Pixel ca. 60,-).

Der Batteriegriff kommt bei mir sehr selten zum Einsatz (z.B. auf Hochzeiten), da er die Kamera sehr klobig und schwer macht. Folglich war für mich der Meike-Griff für 65,- die bessere Wahl.

Tipp: Für professionelle Bildbearbeiter oder Menschen, deren Bilder (professionell) weiterverarbeitet werden, mag die Kalibrierung durchaus sinnvoll sein, für einen Foto-Amateur (wie Sie oder ich) ist sie schlicht überflüssig.

Monitor-Kalibrierung

Die Kalibrierung eines Monitors dient dazu, die produkt- und herstellerspezifischen Abweichungen in Bezug auf Farbwiedergabe, Farbtemperatur und Helligkeit anzugleichen.

Vor einigen Jahren ließ ich mich von Foren-Einträgen und Berichten dazu verleiten, mir eine Kalibrierungslösung (Datacolor Spyder für 160,-) anzuschaffen und meine Monitore zu kalibrieren. Nach der Kalibrierung staunte ich nicht schlecht, da ich die Farbwiedergabe der Geräte nun völlig anders ("neutraler" würde ich sagen) wahrnahm.

Nachdem ich mich eine ganze Weile wahnsinnig darüber freute, dass meine Monitore die Farben meiner Bilder nun "korrekt" anzeigen, kam ich allerdings ins Grübeln: 99,9% aller Menschen kalibrieren ihre Monitore nicht, und ich kann ja z.B. einem Model, dem ich die Bilder zusende, schlecht einen kalibrierten Monitor mitschicken. Also wird sich das Model die Bilder auf seinem Computer, Smartphone oder Tablet wieder mit "verkehrten" Farben anschauen.